Vorwort - Pfr. Klemens Gößmann

Mai

pxl_20250501_133732531_by_irene-urff_pfarrbriefservice (c) pfarrbriefservice.de
pxl_20250501_133732531_by_irene-urff_pfarrbriefservice
Datum:
Di. 28. Apr. 2026
Von:
Pfr. Klemens Gößmann

Liebe Mitchristen,

der Wonnemonat Mai ist die Zeit der blühenden Blumen, schöner Landschaften und warmer Sonnentage bei blauem Himmel. Mit dem Mai kommt der Sommer in spürbare Nähe. Doch in der Mitte des Monats, wenn alle schon auf Sommer eingestellt sind, kann sich der Frost durch die Hintertür noch einmal einschleichen. Eisheilige heißen die drei Tage in Gedenken an den hl. Pankratius (12. Mai), den hl. Servatius (13. Mai) und den hl. Bonifatius (14. Mai). In vielen Gegenden folgt sogar noch ein vierter Eisheiligentag, der Gedächtnistag der hl. Sophia (15. Mai) - Schrecken der Hobbygärtner und im Volksmund auch „Kalte Sophie“ genannt. Die Eisheiligen haben ihren Niederschlag in Sprichwörtern gefunden wie „Pankraz, Servaz, Bonifaz, machen erst dem Sommer Platz.“ oder „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis die Sophie vorüber ist.“ Doch nach den Eisheiligen kommt der Sommer dann bestimmt.

Der Mai ist auch ein Monat, der der Gottesmutter Maria gewidmet ist. „Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen“ heißt es im Lied 954 im Gotteslob. Blumen und Blüten sind Symbole für Maria in ihrer Gnadenfülle. Für Gläubige ist sie die „Rose ohne Dornen“ und die „Lilie ohnegleichen“ wie es in dem Marienlied „Meerstern, ich dich grüße“ heißt.

Das Maiglöckchen gilt als Beigabe Marias und steht – als beliebte Heilpflanze – für das Heil der Welt. Im frühen Mittelalter stellten Künstler Maria häufig inmitten von Blumen dar. Sie sollten auch das verloren gegangene Paradies versinnbildlichen.

Der Frühling steht für erwachendes Leben und Fruchtbarkeit, beides ist ebenfalls mit Maria als der Mutter Gottes verbunden. Sie hat den Gottessohn zur Welt gebracht, der uns vom Tod befreit und das ewige Leben geschenkt hat.

Der Mai hat nicht nur etwas mit der Gottesmutter zu tun, sondern hat auch einen besonderen Bezug zu allen Müttern. Denn am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag. Eine Gelegenheit, an die eigene Mutter zu denken, ihr eine Freude zu machen und auf die eine oder andere Weise Danke zu sagen.

Am vorletzten Wochenende im diesjährigen Mai ist dann das kirchliche Hochfest Pfingsten. 50 Tage nach Ostern feiern wir die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Apostel Jesu. Die Apostel werden innerlich von Gott her gestärkt. Petrus erhält die Kraft, seine Pfingstpredigt zu halten. Sie muss sehr beeindruckend gewesen sein. Viele Menschen ließen sich taufen. Die Hl. Schrift berichtet, dass an diesem Tag dreitausend Menschen zur Gemeinschaft der Apostel hinzukamen. Die Kirche war entstanden und begann zu wachsen. Gottes Geist hat machtvoll gewirkt, und er kann es auch heute noch. Lassen wir uns immer wieder überraschen.

Einen gesegneten Mai wünscht Ihnen

Pfarrer Klemens Gößmann